Action Cam an der F 900 GS montieren: Welche Halterung wirklich taugt
Action Cam an der F 900 GS montieren: Welche Halterung wirklich taugt
Wer auf der F 900 GS unterwegs ist - egal ob auf Schotter oder auf der großen Reise - will die schönen Momente irgendwann auch mal wieder ansehen können. Die naheliegenden Standardlösungen für Action Cams überzeugen an diesem Bike aber nicht jeden: Eine Kamera am Helm bedeutet ständiges Kopfgewackel im Bild, und ein Brustgurt kollidiert schnell mit Tankrucksack und der eher aufrechten, sitzenden Haltung auf der GS. Zeit, sich die Alternativen am Motorrad selbst genauer anzuschauen.
Warum Helm und Brustgurt oft nicht die beste Wahl sind
Eine Helmkamera liefert zwar den authentischsten Blickwinkel, aber jede Kopfbewegung landet ungefiltert im Video - bei längeren Offroad-Passagen mit viel Schulterblick wird das schnell unruhig. Der Brustgurt wiederum sitzt bei vielen Fahrerinnen und Fahrern unangenehm unter der Jacke, und sobald ein Tankrucksack im Spiel ist, verdeckt der oft einen Teil des Sichtfelds oder drückt die Kamera in einen ungünstigen Winkel. Für die F 900 GS lohnt sich deshalb der Blick auf Halterungen direkt am Motorrad.
Lenkerhalterung
Die klassische Klemmhalterung am Lenker ist schnell montiert und liefert einen stabilen, leicht erhöhten Blick auf die Strecke inklusive Cockpit. Nachteil: Bei ruppigem Geläuf überträgt sich jede Lenkerbewegung 1:1 aufs Bild, und je nach Lenkerbelegung (Navi-Halter, Schalter, Griffheizung-Kabel) wird es an manchen Positionen schnell eng.
Halterung am Kotflügel oder an der Gabel
Für dynamische Offroad-Aufnahmen mit Blick auf das Vorderrad ist eine tief montierte Halterung am Kotflügel oder an der Gabelbrücke eine gute Ergänzung. Sie zeigt eindrucksvoll, wie das Rad über Steine und Wurzeln läuft, ist aber naturgemäss viel Vibration und Schmutz ausgesetzt - eine robuste Klemmung und ein sauberer Sitz der Kamera sind hier Pflicht, damit nichts wackelt oder sich löst.
Sturzbügel und Motorschutz
Ein oft unterschätzter Montagepunkt ist der Sturzbügel beziehungsweise Motorschutzbügel. Von dort aus bekommt man einen tiefen, leicht seitlichen Blick, der bei Wasserdurchfahrten oder engen Trial-Passagen richtig gut wirkt. Auch hier gilt: Die Halterung sollte formschlüssig sitzen, damit sie einen Sturz nicht gleich mit ins Gebüsch nimmt.
Spiegel- und Cockpit-Bereich
Am Spiegelfuß oder im Cockpit-Bereich lässt sich eine Kamera oft unauffällig unterbringen, ohne die Fahrerhaltung einzuschränken.
RAM Mounts als flexible Lösung
Wer nicht auf ein einziges System festgelegt sein will, fährt mit RAM-Mounts gut: Die Kugelkopf-Systeme lassen sich an Lenker, Spiegel oder Bügel adaptieren und erlauben es, die Kamera je nach Tagesetappe schnell umzusetzen - Schotterpiste morgens, entspannte Landstrasse nachmittags, jeweils mit passendem Blickwinkel.
Was am Ende zählt
Die beste Halterung hängt stark davon ab, was du zeigen willst: Fahrbahn und Landschaft sprechen für Lenker oder Cockpit, Fahrwerksarbeit und Vorderrad für Kotflügel oder Gabel, und dramatische Passagen mit Wasser oder engen Spuren für den Sturzbügel. Wer öfter zwischen Reise und Gelände wechselt, fährt am Ende oft am besten mit zwei Halterungen gleichzeitig im Gepäck - eine feste Position für die meiste Zeit, eine flexible für die besonderen Momente. Hier ist beispielsweise eine Kompletthalterung mit Adapter für Action-Kameras von Hornig.