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F 900 GS Adventure als Reisemotorrad für zwei: taugt der Wechsel von der RT?

F 900 GS Adventure als Reisemotorrad für zwei: taugt der Wechsel von der RT?

F 900 GS Adventure als Reisemotorrad für zwei: taugt der Wechsel von der RT?

Lohnt sich der Wechsel von der großen R 1250 RT auf die deutlich kleinere und leichtere F 900 GS Adventure? Konkret geht es um Reisetauglichkeit zu zweit, um genug Motorleistung bei voller Beladung auf mehrwöchigen Touren und um das Fahrverhalten in den Alpenpässen. Drei berechtigte Fragen, die wir uns hier mal genauer anschauen.

Reisetauglichkeit zu zweit

Die F 900 GS Adventure ist klar auf Reise ausgelegt, das zeigt schon der Adventure-Zusatz im Namen: 23 Liter Tankvolumen für ordentliche Reichweite, ab Werk verstärkter Gepäckträger, höhere Sturzbügel und ein Sitzbank-Setup, das auch für den Sozius spürbar mehr Komfort bietet als die kleinere Nicht-Adventure-Version. Im direkten Vergleich zur R 1250 RT ist der Umstieg trotzdem eine andere Fahrphilosophie: Die RT ist ein reinrassiger Tourer mit maximalem Wind- und Wetterschutz, großem Topcase-Volumen und satter Laufruhe auf der Autobahn. Die F 900 GS Adventure bringt dafür weniger Gewicht auf die Waage, was sich besonders beim Rangieren, an Tankstellen oder auf Kies- und Schotterpisten bemerkbar macht. Zu zweit unterwegs sein funktioniert gut, nur der Windschutz und die Sitzposition sind naturgemäß sportlicher und aufrechter als auf der RT, das sollte man vor dem Kauf unbedingt selbst Probe sitzen.

Motorleistung mit Gepäck

Der 895-cm³-Reihenzweizylinder leistet 77 kW (105 PS) und stellt sein maximales Drehmoment von 93 Nm bereits bei mittleren Drehzahlen zur Verfügung. Für die Praxis heißt das: Auch mit zwei Personen, vollen Seitenkoffern und Topcase bleibt genug Reserve für zügiges Überholen und entspanntes Autobahntempo. Wer von einem großen Boxer mit deutlich mehr Hubraum kommt, wird den Antritt aus dem Drehzahlkeller zwar etwas vermissen, im Alltag und auf der Landstraße reicht die Leistung aber für ausgewachsene, mehrwöchige Touren völlig aus. Wichtig ist eher die Zuladung insgesamt im Blick zu behalten, gerade bei zwei Personen plus komplettem Reisegepäck lohnt sich ein Blick ins Handbuch, um die zulässige Gesamtmasse nicht zu überschreiten.

Fahrverhalten in Bergen und Kehren

Genau hier spielt die F 900 GS Adventure ihre Stärken aus. Das geringere Gewicht gegenüber einer RT oder einer großen GS macht sich in engen Spitzkehren und bei Richtungswechseln sofort bemerkbar, das Motorrad lässt sich leichtfüßig und präzise durch Passstraßen dirigieren. Das lange Federungspaket schluckt Unebenheiten und schlecht ausgebaute Passabschnitte souverän, und auch bei Schotter-Umleitungen oder unbefestigten Anfahrten zu Berghütten zeigt sich der Enduro-Charakter des Fahrwerks von seiner guten Seite. Wer viel in den Alpen unterwegs ist und Pässe nicht nur auf perfektem Asphalt, sondern auch mal auf ruppigeren Nebenstrecken fahren möchte, wird den Wechsel von der reinen Tourer-Geometrie zur Reise-Enduro als klaren Gewinn empfinden.

Fazit

Der Wechsel von der R 1250 RT zur F 900 GS Adventure bedeutet einen Tausch von maximalem Reisekomfort gegen mehr Handlichkeit, Vielseitigkeit und ein deutlich geringeres Gewicht. Für zwei Personen mit Gepäck auf mehrwöchiger Tour ist die Maschine bestens gerüstet, und in kurvenreichen Bergregionen liegt genau hier ihre große Stärke. Wer öfter auch abseits der Hauptstraßen unterwegs sein möchte, bekommt mit der F 900 GS Adventure ein Motorrad, das echte Reise-Enduro-Kompetenz mit alltagstauglicher Ausstattung verbindet.

Joe

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